Donnerstag, 21. Februar 2019

Klopf auf Holz

10:07 Uhr und die Flucht aus der Stadt beginnt. Nochmal vorbei an den ganzen Baustellen von Downtown. Irgendwann sogar auf einem Stück fünfspuriger Autobahn! Sind wir so frei zuzugeben, dass wir das in Kiwi-Land für unmöglich gehalten hätten. Aber in Auckland und Umgebung muss man halt anders rechnen. Noch eine halbe Stunde später bewundern wir den Stau stadteinwärts.


Wir bleiben unserer Linie treu und halten Kurs. In Matakohe erst wird wieder gestoppt. Wir haben das Bernsteinzimmer gefunden!!! Es befindet sich im Keller des Kauri-Museums.


Das viele „Gum“, wie sie es hier nennen, ist der Nugget des kleinen Mannes, das Harz des Kauri-Baums, um den es im Museum geht. Sie verraten alles zum Holz, der Verarbeitung, aber auch zur Gewinnung. Teilweise hat man es nämlich nicht gefällt, sondern beim Trockenlegen irgendwelcher Sümpfe gefunden. Hier im Museum gibt es Stücke von über 800 Jahren Alter. Stehst mit offenem Mund und Ehrfurcht davor.


Insbesondere die dem Tischlerhandwerk verbundene Misses Travelpepper bewundert immer wieder mit einer Mischung aus Respekt und einem Zischen durch die Zähne die aus Kauri entstandenen Produkte.


Zum Rest des Weges der heutigen Etappe braucht es wenig Worte. Das Nest, in dem wir jetzt hocken, heißt Rawene. Das sei vor allem erwähnt, weil es der letzte unserer Reise sein könnte, falls wir morgen aufs offene Meer hinaustreiben und kein WLAN mehr haben sollten. Das ist zwar eigentlich weit entfernt, aber wer weiß, was zwanzig Stunden Dauerregen so vermögen. Ein indonesischer Zyklon hat zwar seinen Wind verloren, kommt aber jetzt zum Wasserlassen nach Neuseeland. Die Holländer nebenan haben schon TB, jedenfalls klingen sie so. Drückt uns die Daumen, dass wir ein Übermorgen ohne Seuchen und mit trockenen Füßen haben.




Mittwoch, 20. Februar 2019

Downtown Auckland - na, vielleicht später wieder

... es sei denn, jemand steht total auf aufgerissene Straßenzüge, Neu- und Umbauten an jeder Ecke. 👷‍♂️🚜🏗🔨
Sie bauen hier die City Railway - den Kölner Lesern schwant Böses 🤪.
Nicht unser Ding - zu viel Alltag für den Urlaub. 🙃
Wir flüchten mit der Fähre nach Devonport (15 Min. Fahrt) und landen in einer anderen Welt. Der steile Aufstieg zum Mount Victoria verschafft Abstand und neue Perspektiven.

Was bleibt als Eindruck von Auckland (außer Baustellen-Gewusel)?
Das Viertel Parnell ist auf jeden Fall eine Entdeckung wert! Überraschend sind der Rosengarten ganz in der Nähe des Frachthafens, die Bademöglichkeiten in der Judges Bay gleich nebenan und die beiden versteckt liegenden Parks Scarborough Reserve und Alberon Reserve.





Dienstag, 19. Februar 2019

Keine leichte Fahrt

Auf unserer Reise, die ja mit Bedacht darauf angelegt ist, Menschen aus diesem Land kennenzulernen, waren viele nette Begegnungen dabei. Wir stellen fest, dass die Intensität auf der Nordinsel größer ist als im Süden. Und ganz manchmal in mehreren Jahren entsteht das Gefühl, dass man als Gast gekommen ist und wie ein Freund fährt. Die Tage bei Nicole und Graeme hier etwas oberhalb des Städtchens Coromandel Town waren besonders und so ist es uns richtig schwer gefallen, heute weiterzuziehen. Ein letzter Blick von der Auffahrt ...


Die Westseite der Coromandel sind wir die ganzen Tage nicht entlang gefahren, heute war die Strecke, die meistenteils direkt an der Küste verläuft, ein Muss. Auf Höhe von Tapu sind wir aber nochmal landeinwärts abgezweigt. Der Rapaura Waterpark ist ein lohnenswerter Abstecher. Die privat finanzierte Gartenanlage ist gleichsam Erholungsort als auch der Versuch eines Beweises, dass innere Harmonie sich auch über floristische Kunst erzeugen lässt. Und wir stimmen gerne zu. Überall plätschert es, steht Grünes und Buntes im Dialog mit Kunst oder spirituellen „Kleinigkeiten“.





Was dann folgte, das war der Autowahnsinn, den wir von daheim kennen. Ein Effekt, den wir schon befürchtet haben und der es uns noch einmal erschwert hat, die beschauliche Welt der Coromandel zu verlassen. In Auckland lebt rund ein Drittel der gesamten Bevölkerung dieses Landes und die Hälfte davon war heute unterwegs mit dem Wagen. Es ist trotzdem klasse, hier zu sein, denn die Willkommens-Show, die Bart, unser neuer Gastgeber, ablaufen lässt, ist großartig, aufs Höchste unterhaltsam und witzig. Vom Balkon seines Hauses hat man einen Blick auf das Wahrzeichen der Stadt, den Fernsehturm. Er ist übrigens mit 328 Metern Höhe das höchste Gebäude der Südhalbkugel. Aber mehr zur größten Stadt Neuseelands dann morgen.



Montag, 18. Februar 2019

Unsere touristische Pflicht heute

ist: Hot Water Beach und Cathedral Cove.
Wer auf der Coromandel Peninschula Station macht, kann sich diesen beiden Orten nicht ohne Weiteres entziehen.
Grundsätzlich machen Bilder und Infos aus den Reisebüchern auch neugierig, leider ist das Ganze jedoch bei Regen nur bedingt unterhaltsam. Wir machen uns dennoch auf den Weg, denn das Wetter hat für den Tagesverlauf Besserung versprochen 🤓.
Als wir Hot Water Beach erreichen, ist es mit der Besserung noch nicht soweit gediehen: es regnet weiterhin. Dennoch sind unsere Beobachtungen höchst unterhaltsam: erstaunt betrachten wir einen weitesten zugeparkten Spot (was mag hier bei schönem Wetter, gar am Wochenende los sein???), Leute in Badeklamotten, mit Handtuch über der Schulter und Spaten (!!!) in der Hand, die zum Strand streben, ja geradezu hasten. Haben wir etwas verpasst, geht in den nächsten 10 Minuten das Wasser aus? 😉
Die Szenerie am Strand ist schon speziell: Leute, die sich mit besagtem Spaten Ihre ganz persönliche Grube graben, um sich hinein zu setzen. hhmmm 🤔 seltsam ...


Mit dem zweiten Spot, Cathedral Cove, sieht es da schon ganz anders aus ... viel besser 😁, so langsam spielt auch das Wetter mit. Der Weg in die Bucht ist nicht ohne (insbesondere das letzte Stück zum Strand, sportliche 147 Stufen), aber auch für den Hüftie machbar und das Ziel ist jeden Meter wert.

Diesen Tag lassen wir in der Oamaro Bay und auf der Terrasse unseres B&B ausklingen.



Sonntag, 17. Februar 2019

Silbernes Porzellan in Coromandel

An manchen Tagen braucht es nicht viele Worte. Heute war so einer. Seit dem 17. Februar 1994 schreiben die Travelpeppers ihre Lebensgeschichte zusammen, drum war heute silbernes Jubiläum. Und da wir sie seit dem 17.02.1999 auch verheiratet schreiben, war gleichzeitig Porzellanhochzeit.

Diese Reise mit ganz viel Neuseeland und etwas Singapur ist unser Geschenk an uns selbst und wir sind darüber ebenso glücklich wie über das Vierteljahrhundert, auf das wir zurückschauen können. Den Tag verbrachten wir in der Opito Bay und der Otama Bay, in einem Restaurant mit einem Namen, der zu uns passt und mit unseren Gastgebern auf deren Balkon. Das feudale Fläschchen auf dem Tisch hat übrigens unser Reisebüro zum Hochzeitstag spendiert, gleichermaßen unerwartet wie große Freude. Drei Tage nach dem Valentinstag haben wir auf unseren eigenen Tag der Liebe geprostet.









Samstag, 16. Februar 2019

Back on the track

Die vergangenen Tage hatte Misses Travelpepper alle Hände voll damit zu tun, den maladen Mister irgendwie über die Nordinsel zu chauffieren und auch den ganzen Rest zu regeln. Das hat zum Glück ein Ende gefunden. Das Fieber und die meisten der reisehinderlichen Begleiterscheinungen sind verschwunden, der Mister ist zurück in der Spur. Und der Misses gebührt Applaus für Ihre heroischen Taten an allen „Fronten“.


Und auch die Zeit im erstaunlich bis fast erschreckend verkehrsüberlasteten Papamoa hatte ein Ende. Wir sind weitergezogen nach Coromandel Town auf der Coromandel Peninschula (ja, wird auch hier so ausgesprochen). Doch der Reihe nach.

In einem kleinen Örtchen namens Minden, das liegt gleich hinter Bethlehem links den Berg rauf, hat man einen ganz guten Überblick über die Bucht, in der Tauranga und Papamoa liegen, auch die einzige Erhebung direkt am Meer, der Mount Maunganui, ist leicht auszumachen. Am Schönsten an Minden waren der fehlende Stau und der Lookout. 


Vom Waschsalon in Waihi haben wir mit Bedacht keine Bilder gemacht, sind aber ein weiteres Mal begeistert davon, wie unkompliziert es ist, mit wenig Gepäck zu reisen, weil man halt überall seinen Kram gewaschen kriegt. In Waihi muss sich der Coromandel-Reisende entscheiden, ob er die Halbinsel auf der Ost- oder Westseite hinauffahren möchte. Wir tendierten nach rechts und lassen ein paar Bilder aus Whiritoa vom Strand und dem kleinen Waiau-Wasserfall sprechen, um diese Entscheidung als richtig zu belegen.



Da Coromandel Town aber auf der „quiet side“ der Halbinsel liegt, der westlichen, mussten wir nochmal quer durch. Den Weg über die Route 309 nimmt man besser nur ein Mal, weil man sich auf der Straße zum Schänzchen kurbelt und für die Durchschnittsgeschwindigkeit von 28 km/h mit Staubpiste belohnt wird. Von Coromandel zeigen wir euch morgen natürlich mehr (drei Nächte sind wir hier), für heute erstmal nur ein paar Impressionen vom wieder einmal unglaublichen Quartier, damit ihr uns gut aufgehoben wisst.



Donnerstag, 14. Februar 2019

Stecker gezogen

Letzter Eintrag: Di., 12.02., was ist seitdem passiert? Uns erreichen leicht besorgte Nachfragen.

1. Zunächst waren es tatsächlich die vorgesehen Ruhetage.

2. Dann wurde  einem Teil der Travelpeppers (TP) der Stecker gezogen 🔌 mit Fieberschüben an drei Tagen. Prognose / Entwarnung: das Tal wirkt durchschritten, Besserung zeichnet sich ab.

3. Wir haben die „Basis-Station“ in Hicks Bay vorzeitig verlassen und sind weiter gezogen  nach Ohiwa. Auswirkungen: bessere Stimmung, aber kein Netz ... also mal so gar keins. Tja, man kann nicht alles haben 😉.

4. Planmäßiger Stopp in Papamoa ist erreicht, ein Teil von TP macht Strandspaziergang bei 26/27 Grad, der andere Teil schläft sich gesund 🛌.

Noch ein paar Bilder:
East Cape mit großartiger Streckenführung („Straße“ kann man das nicht wirklich nennen).


Das Schild mit dem Hinweis auf die 800 Stufen zum Lighthouse ehrfurchtsvoll betrachtet, Hin- und Rückweg kurz im Kopf addiert (mit dem Schreck geht das auch ganz ohne Excel 😁), umgedreht und zurückgefahren.

Ohiwa hat zwar kein Netz, zeigt dafür eine grandiose Sunset-Show 😎.



Dienstag, 12. Februar 2019

Ruhetag am East Cape

Einfach mal nix ... also so gar nix 😇 in Hicks Bay.
Hier ist wirklich nicht viel: Gefühlte drei Häuser, eine Motel-Lodge (orientiert an Basis-Bedürfnissen), eine Aussicht vom Feinsten, sanftes Meeresrauschen und Grillengezirpe ... ach ja, Tageshöchsttemperatur: 30 Grad 😎


🙋🏻‍♀️🙋🏻‍♂️

Montag, 11. Februar 2019

Warten auf besser Wetter

Der Tag beginnt mit einem Hoffnungsschimmer:


Die Lage bessert sich:

Ja, wir wagen einen Strandspaziergang:



Der Sturm der letzten Tage hat erhebliche Teile von Strand weggespült und wiederum Anderes angespült:

Lunchtime 🤩:

Ein Ruhetag geht zu Ende:
Seufz...
Ja, gelesen haben wir auch ein paar Seiten 🤓